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Die Zukunft der Forschung – Highlights aus den fünf Fakultäten

Jubiläums-Vortragsreihe

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sitzen im Elfenbeinturm und grübeln über Dingen, die sonst niemand versteht? Weit gefehlt! Wissenschaft erkundet die Welt um uns herum und ist zum Erleben da. Anlässlich des 275-jährigen Bestehens der Universität Erlangen-Nürnberg präsentiert die Vortragsreihe im Nicolaus-Copernicus-Planetarium Vorträge aus allen fünf Fakultäten. Dabei stellen die Referentinnen und Referenten unter Beweis, dass Wissen nichts Statisches ist, sondern immer in Bewegung. Im Jubiläumsjahr geht die Universität auf die Öffentlichkeit zu und zeigt, wie Wissen geschaffen, erweitert und vermittelt wird. Dabei wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Zukunft der Forschung gelegt.

Zeit und Ort

  • 14. November bis 12. Dezember 2018, Mittwoch, 19 Uhr
  • Nicolaus-Copernicus-Planetarium, Am Plärrer 41, Nürnberg

Kartenverkauf

  • Einschreibung Reihe 30 Euro (BZ-Kurs-Nr. 00 910),
  • Einzelkarte vor Ort je 7,50/5 Euro (mit ZAC-Card 5 Euro)

Programmübersicht

Mi 14. November 2018

Licht in den Lebenswissenschaften – Wie Physik zur Grundlagenforschung in der Medizin beitragen kann

Prof. Dr. Vahid Sandoghdar, Universität Erlangen-Nürnberg, Naturwissenschaftliche Fakultät/MPI (Lehrstuhl für Experimentalphysik, Direktor Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts)

Durch Fortschritte in Biophysik und Nanooptik ist eine neue Ära angebrochen, in der Physiker ihre experimentellen und theoretischen Werkzeugkästen – vor allem im Bereich Optik –  für fundamentale Fragestellungen in der medizinischen Forschung und Zellbiologie anwenden können. In diesem Vortrag werden jüngste Trends dieses aufregenden Forschungszweigs sowie die Aktivitäten im Rahmen des neugegründeten Zentrums für Physik und Medizin in Erlangen diskutiert.

Mi 21. November 2018

Bild: Richard Huber

Autonome Lenksysteme & Co. – Wer haftet für neue Technologien?

Prof. Dr. Franz Hofmann, LL.M., Universität Erlangen-Nürnberg, Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Recht des Geistigen Eigentums und Technikrecht

Während Gründer in neuen technischen Möglichkeiten Geschäftschancen sehen, erweisen sich Juristen nicht selten als Bedenkenträger. Freilich muss das Recht differenziert ausgestaltet sein: Einerseits darf Innovationen durch restriktive Rechtsregeln nicht von vorneherein jegliche Bewährungschance genommen werden. Andererseits können gerade Haftungsregeln Anreize schaffen, neue Produkte sicherer zu machen. Im Vortrag werden juristische Haftungskonzepte vorgestellt und namentlich für selbstfahrende Autos oder Roboterrasenmäher etc. ausgefüllt.

Mi 28. November 2018

Bioreaktor (Bild: Eva Decker)

Mit Biotechnologie in eine nachhaltige Zukunft: Über das Zusammenspiel natürlicher und synthetischer Komponenten

Prof. Dr. Kathrin Castiglione, Universität Erlangen-Nürnberg, Technische Fakultät, Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik

Zu den Zielen der biotechnologischen Forschung gehört es, den Übergang von einer erdölbasierten zu einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaft zu ermöglichen. Durch das Nachahmen natürlicher Strategien zum Aufbau komplexer Moleküle, das Nutzen biologischer Katalysatoren und ihre Kombination mit künstlichen Bestandteilen können Prozesse entwickelt werden, die viele Vorteile gegenüber der klassischen Synthese haben.

Mi 05. Dezember 2018

Bodykult und Bodywork – soziologische Perspektiven auf den Körper und die Praxis der Körperarbeit

 

Bild: Fewskulchor

Prof. Dr. Renate Liebold, Universität Erlangen-Nürnberg, Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie, Professur für qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung

Forever Young – Schönheit, Attraktivität und Fitness tragen aktuell zum Erfolg einer Industrie bei, die von der Kommerzialisierung des Körpers lebt und sie zugleich vorantreibt. Dabei ist die Liste der gegenwärtig unter dem Label (Selbst-)Optimierung firmierenden Praktiken lang: Kosmetik, Tätowierung, Bartpflege, Nageldesign und Haarstyling sind nur einige Beispiele. Sozial- und kulturwissenschaftlichen Analysen zufolge wird dieser ‚Körperboom’ als Ausdruck eines kulturellen Gesellschaftswandels interpretiert, in dem das Aussehen als zentrale Ressource für Erfolg und Anerkennung bearbeitet wird. Der Beitrag fokussiert sowohl auf aktuelle Körperdiskurse als auch auf die Arbeit der Dienstleistungsakteure, die das gewünschte Aussehen übersetzen.

Mi 12. Dezember 2018

Molekulare Medizin – Wie verändert sich unser Medizinverständnis?

Prof. Dr. Anja Boßerhoff, Universität Erlangen-Nürnberg, Medizinische Fakultät, Lehrstuhl für Biochemie und Molekulare Medizin

Das molekulare Verständnis von Krankheitsursachen, auch angetrieben durch das humane Genomprojekt, wächst stetig an. Dies ermöglicht innovative und sehr zielgerichtete Therapien, die zum Teil sogar auf individuelle Patienten abgestimmt werden können. Weitere Fortschritte werden dazu beitragen, langfristig unser Medizinverständnis und therapeutische Konzepte zu ändern.

Veranstalter

Bildungszentrum im Bildungscampus Nürnberg, Fachteam Planetarium

Medienpartner

Nürnberger Zeitung

Konzeption

Zentralinstitut für Wissenschaftsreflexion und Schlüsselqualifikationen (ZiWiS) der Universität Erlangen-Nürnberg
Dr. Michael Jungert und Dr. Sebastian Schuol

ART & Friedrich e.V., Verein zur Förderung von Kunst, Theater und Wissenschaft
Pierre Leich
Hastverstraße 21, 90408 Nürnberg
Telefon +49 911 81026-28
Fax +49 911 81026-12
pierre.leich@cauchy-forum-nuernberg.de

sowie

Dr. Klaus Herzig
Nicolaus-Copernicus-Planetarium